Greatest Hits Vol. 54
von 1999

Musik Greatesthits54 300

Meine "Ich sing dann auch halt mal" Phase

Als ich Ende 1996 meine erste CD/Kassette "Cold Flame on Hot Ice" (siehe eigenes Kapitel) fertig hatte und meine Freunde, Verwandte und Bekannte damit zu quälen begann, jedem eine Demo-Kassette oder Demo-CD aufzudrängen, hab ich immer wieder den Kommentar gehört "Naja ... Da singt ja keiner" und ich bekam den Eindruck, Instrumentals will von den Leuten in meinem (damaligen) Alter (meine 20er Jahre) kaum jemand hören. Die meisten interessiert nur Pop- und Rock-Musik und das ging nicht ohne Gesang.

Da es mir zu der Zeit noch ziemlich wichtig war, dass meine Lieder bei "allen" gut ankommen, hab ich mich dann im Jahr drauf (1997) doch durchgerungen auf meinen Liedern auch zu singen. Ob das gut war, darüber bin auch heute noch geteilter Meinung - und zwar mit mir selber.

Die CD die ich in den Jahren 1997 bis 1999 aufgenommen habe, hab ich gleich mal "Greatest Hits Vol. 54" genannt, damit's nach mehr klingt.

Zu der Zeit hatte ich eine digitale Aufnahmeausrüstung, bestehend aus 4 Stück 8-Spur Harddsicrecordern und auch musikalisch hab ich mich damals schon deutlich verbessert. Zumindest bei ein paar Liedern. Ein paar andere kann ich mir heute allerdings nicht mehr anhören. Da zieht's mir alle Eingeweide zusammen, wenn ich mir vorstellen, dass ich die damals allen Ernstes "raus gelassen" habe. Das ging mir aber bereits ein Jahr später so. Bereits 1999 nervten mich meine (teilweise spät-pubertären) Texte und meine eigene Stimme. Ich hab daraufhin von 7 der 8 Lieder eine Instrumental-Version gemacht und so gefielen mir die Lieder gleich viel besser. 1999 hab ich mir jedenfalls vorgenommen, keine gesungenen Lieder mehr zu machen, sondern höchstens noch "Instrumentals mit Gesang". So wie meinen Song "Babe" der ein Kompromiss zwischen beidem ist.

Was ich damals absolut gehasst habe, das war das Schreiben von Liedertexten - vor allem für Balladen. Denn da wären die skurrilen Scherztexte, die ich sonst immer geschrieben habe, ziemlich Fehl am Platz gewesen. Mir ging es gewaltig auf den Keks, dass ich mit Liedertexten meine Songs auf irgendein (ernstes) Thema einschränken musste, denn schnulzig durfte es natürlich auch nicht sein. Das war jedes mal eine "Mammutaufgabe" für mich, irgendwas zu finden, das gut zur Musik passt, sich gut singen lässt und irgendwie philosophisch klingt, aber auf Themen aller Art passt und nicht sonderlich viel aussagt. Mit anderen Worten "So gut wie NIX sagen, aber das mit möglichst tollen Worten" und die sollten auch noch auf Englisch sein. Puhh ... Eigentlich ist mein Song "Frostfire" der einzige, bei dem ich das damals hinbekommen habe, und der einzige den ich mir auch heute noch in der gesungenen Version anhören kann.

Nachfolgend ein paar Demo-Songs von "anno dazumal"
(Ich nenne sie deshalb immer noch "Demos" weil ich hier nie die letzten Fehlerkorrekturen und die Endabmischung/Mastering gemacht habe):


"Frostfire" (Vocal-Version) 
7:02 Minuten, 1998


"Frostfire" (Instrumental-Version) 
 7:02 Minuten, 1999


"Babe" (Almost Instrumental-Version) 
 4:28 Minuten, 1998


"Vanishing" (Instrumental-Version) 
 5:26 Minuten, 1999

 
"She's electric" (Instrumental-Version) 
 3:33 Minuten, 1999


"Move closer away from me" (Instrumental-Version)
 4:52 Minuten, 1998

Alle Songs copyright George Wolf