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Lang-Portrait (von mir als „Musik Macher“)

Musik Coldflame 200Musik Greatesthits54 300 Musik Skurillotunes 400

Ich wurde am 42. September 1967 (zu der Zeit gab es den Oktober noch nicht) in der relativ kleinen Stadt Feldkirch in Vorarlberg/Österreich geboren. Ein Musik-Fan war ich schon seit meiner Kindheit, aber ein Instrument zu lernen hab ich bis in meine „20er-Jahre“ erfolgreich verweigert. Wozu auch? Mich hat immer nur die kreative Seite der Musik interessiert. D.h. wenn überhaupt wollte ich „Songwriter“ sein, aber auf irgendeinem Instrument irgendwas nachspielen was irgendwer anders geschrieben, was Tausende vor mir auch schon nachgespielt haben und was immer viel besser klingt, wenn man eine ordentliche Aufnahme davon auf Schallplatte anhört. Wozu denn das bitte?

Meine Mutter wollte das nicht so recht wahr haben. Sie hat mir irgendwann eine Blockflöte gekauft und wollte mich damit in eine Musikschule schicken, was ich aber sofort bestreikt habe. BLOCKFLÖTE! Ausgerechnet Blockflöte!

Naja. Das war halt, weil meiner Mutter damals ein „kluger Musiklehrer“ erklärt hat, man muss immer zuerst mit einer Blockflöte anfangen und kann sich erst dann zu den größeren Instrumenten hocharbeiten ...

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Ein paar Jahre später kam dann ihr nächster Versuch, aus mir einen einem „vorzeigbaren Musiker“ zu machen, damit „der Bub“ dann später auch mal bei einem Lagerfeuer im Wald um die Ecke vor 7 Leuten den „Auftritt seines Lebens“ absolvieren kann.

Nachdem ich Jahre lang immer wieder gesagt habe, wenn mich überhaupt ein Instrument interessiert, dann ist das die E-Gitarre, bekam ich zu Weihnachten tatsächlich eine Gitarre. Allerdings ohne das „E“! Eine hölzerne, akustische „Lagerfeuer-Gitarre“, wie man sie damals vor allem aus Heino-Parodien kannte.

Naja. Das war halt, weil meiner Mutter damals ein anderer „kluger Musiklehrer“ erklärt hat, man muss immer zuerst mit einer akustischen Gitarre anfangen und kann sich erst dann zu den „elektronischen“ Gitarren hocharbeiten ...

Vielleicht aber auch weil es im Wald um die Ecke keinen Strom-Anschluss gab. Wieauchimmer...

Ein paar Tage lang hab ich es damals tatsächlich versucht, mit diesem „abartigen Volksmusikdings“ irgendwas anzufangen und ich hab zumindest ein paar Blicke in das beiliegende Buch „Meine erste Gitarrenschule“ geworfen.

Doch was fand ich in diesem schlauen Buch? Nur Grifftabellen der wichtigsten Akkorde und Noten von „Lagerfeuer-Liedern“. Ich wusste damals nicht mal was ein Akkord ist und hab gar nicht verstanden wozu man bitte alle 6 Seiten der Gitarre gleichzeitig runter drücken soll. Bis dahin glaubte ich allen Ernstes noch, dass Gitarristen nur deshalb auch mit der linken Hand auf die Seiten greifen, weil sie damit die Noten wieder beenden, die sie gerade mit der anderen Hand gespielt haben. Oder weil sie mit der Methode ihre Spielfehler korrigieren können. Denn damals bin ich noch davon ausgegangen, dass man auf einer Gitarre (wie auf einer Blockflöte) immer nur einen einzelnen Ton spielen kann und nie mehrere gleichzeitig.

Gut, es hat mich schon irgendwie gewundert, wie man mit nur 6 Gitarrenseiten, also mit nur 6 Noten ganze Lieder spielen kann, aber ich hab mir das halt so erklärt, dass die Leute, die die Gitarrenmelodien schreiben immer darauf achten, dass pro Lied nur 6 Noten vorkommen und dass das wohl der Grund sein wird, wieso Rock-Gitarristen bei Konzerten oft nach jedem Lied die Gitarre wechseln. Die haben halt eine Gitarre mit diesen 6 Noten, eine andere mit 6 anderen Noten und noch eine ... usw. …

Naja ... nachdem dieses Missverständnis geklärt war und ich kapiert habe, wie man wirklich Solos auf Gitarren spielt hab ich gleich mal probiert Gitarrensolos aus bekannten Rock-Songs auf meiner neuen „Lagerfeuer-Gitarre“ nachzuspielen. Aber das klang jetzt nicht viel besser als wenn ich dasselbe auf dem Wäscheständer in unserer Wohnung probiert hätte. Laut meiner Mutter, weil ich noch nicht spielen kann, laut mir, weil das halt nur eine „Lagerfeuer-Gitarre“ war und keine ECHTE!

Was ich damals für die bestimmungsgemäße Verwendung dieser HÖLZERNEN „Lagerfeuer-Gitarre“ bei einem Lagerfeuer hielt, muss ich wohl nicht weiter ausführen ...

Wozu Akkorde bei einer „Lagerfeuer Gitarre“ gut sind, verstand ich bald darauf dann auch: Um mit der Gitarre eine „Begleitmusik“ zu erzeugen, wenn "da mal einer dazu singt". Damit das Ganze dann wenigstens ein bisschen wie Musik klingt. Also was „nettes, braves, für den Hintergrund“. Etwas für Leute wie meinen ehemaligen Nachbarn Herrn L. der durch Lieder wie „Schnall den Sicherheitsgurt an, Margarete!“ „berühmt“ wurde und DER Superstar im Kindergarten-Verkehrserziehungsprogramm im Lokalradio war. Aber das war jetzt nicht wirklich das, wo ich „musikalisch so hinwollte“...

In den 80er Jahren sah meine Musik-„Karriere“ dann so aus, dass ich mich für den talentiertesten Songwriter aller Zeiten hielt, der nur dummerweise sein Talent nicht entfalten konnte, weil er weder Noten schreiben, noch Singen, noch ein Instrument spielen gelernt hat und so blöderweise alle seine grandiosen Song-Ideen mit Welthit-Potential ständig wieder vergisst.

Doch dann – im Jahre 1993 – kam die für mich bis dahin größte technische Innovation aller Zeiten auf den Markt – der „Mehrspurkassettenrekorder mit eingebautem Mischpult“. Damit konnte man endlich das machen, wovon ich schon immer geträumt habe: Auf mehreren Tonspuren eigene Songs aufnehmen, bei denen man die einzelnen Instrumente alle hintereinander selber einspielen kann und wo am Schluss dann alles so klingt, als hätte das eine komplette Band gespielt.

Da war mir klar, das muss ich haben und jetzt muss ich mir halt im Eiltempo selber beibringen wie man Instrumente spielt. Nicht nur eines, sondern gleich mehrere – die wichtigsten halt – und das waren für mich damals: E-Gitarre, E-Bass und ... Bongos!

Bongos? Ja, BONGOS! Weil Schlagzeug war mir zu groß, zu teuer und (zum Üben) zu laut. Aber Bongos waren halt klein, billig, leise und „völlig anspruchslos im Umgang“.

Plötzlich war ich geradezu übereifrig am Gitarre und Bass üben. Akkorde zu lernen hab ich dennoch elegant umgangen, denn als ich drauf gekommen bin, dass es eigentlich auch reicht, auf der Gitarre immer nur 2 Seiten gleichzeitig zu spielen und man so auch auf eine Art „Akkord light“ kommt, war das Thema für mich „gegessen“. Ich hatte ja den Mehrspurkassettenrekorder und damit konnte ich hintereinander mehrere Gitarrenspuren aufnehmen und mir so „Akkorde im Mix zusammenbasteln“.

Zum Üben von Gitarre und Bass hab ich damals eine ebenso „ausgeklügelte Methode“ entwickelt:

Ich hab über ein Mini-Mischpult meinen CD-Player mit meiner E-Gitarre oder meinem E-Bass zusammen gemischt und so konnte ich zu meinen Lieblings-Rock- und Popsongs mitspielen, indem ich das ganze Lied hindurch mit der Gitarre „kreativ soliert“ oder mit dem Bass „dazu-gegroovt“ habe. Natürlich alles nur mit Kopfhörer, damit’s nur ja niemand hört, denn anfänglich hab ich nur einen Bruchteil der Noten richtig getroffen.

Die Überlegung, die hinter dieser Lernmethode stand, war folgende: Hier spiele ich zusammen mit den Besten der Besten und wenn’s mal schräg klingt, weiß ich sofort, derjenige der grad falsch gespielt hat, war dann wohl ICH! Aber wenn ich jetzt in einer Band spielen würde, dann müsste ich mit anderen Anfängern wie Duffy, Wuffy, Huffy und Luffy zusammen spielen und da wäre dann völlig egal wie richtig oder falsch ich spiele, schräg klingen würde es sowieso immer.

LANGFRISTIG hat diese Methode auch tatsächlich funktioniert und so hab ich gelernt Instrumente zu spielen und durch das ständige hinzufügen von Instrumenten zu bestehenden Soundkulissen hab ich nebenbei auch ein recht gutes Gefühl für Arrangements bekommen. Etwas später hab ich mir mit derselben Methode dann auch Keyboard spielen beigebracht.

KURZFRISTIG hatte ich damals aber das Problem, dass Geduld nicht wirklich zu meinen „Kern-Stärken“ zählte und so dachte ich schon nach ein paar Wochen Gitarre & Bass lernen, dass ich es jetzt schon gut genug kann, um meine ersten selbst „komponierten“ Lieder aufzunehmen. Und die hab ich dann nicht etwa „in der Schublade gelassen“ sondern gleich als "Soundtrack" für meine damaligen Filmprojekte "So Nicht" und "Was soll das" verwendet (siehe die Film-Seiten dieser Homepage).

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Dass die Filme damals recht gut angekommen sind, war ganz sicher nicht WEGEN meiner Musik, sondern TROTZ meiner Musik! Doch irgendwie hat sich damals keiner so recht getraut, mir ganz ehrlich zu sagen, dass der Wechsel von professioneller Musik bekannter Interpreten auf meine eigenen Songs für meine Filme ungefähr so fortschrittlich war, wie wenn ein Bierbrauer auf die Idee kommen würde Hopfen und Malz durch Weihrauch und Myrrhe zu ersetzen.

Dennoch hab ich es zumindest geschafft aus diesen „unüberlegten Schnellschüssen“ zu lernen und hab mir fortan für meine Lieder viel mehr Zeit genommen und nicht mehr aus jeder halben Idee zwei fertige Song gemacht. Und ich hab kapiert, dass man auch ab und zu einfach mal was „wegschmeißen“ muss, wenn’s einfach nicht gut genug ist.

Gegen Ende 1994 hatte ich dann 5 Lieder fertig. Alle instrumental. Hier ist einer davon:


"Blancmange" von 1994

Musik Coldflame 200Obwohl ich mein Bestes getan habe, um die Songs so unterschiedlich wie möglich zu gestalten, klangen sie dann letztendlich doch alle irgendwie gleich, denn ich hatte halt einfach überall nur die 3 selben Instrumente zur Verfügung: Gitarre, Bass und Bongos! Hier wurde mir dann klar, mit nur 3 Instrumenten bin ich in einer Sackgasse und ich komm da nur raus, wenn ich mir halt doch auch Keyboard spielen beibringe.

Aus heutiger Sicht scheint es etwas unverständlich, wieso ich mehrere Jahre gebraucht habe, bis ich realisiert habe, dass Keyboard DAS Instrument ist, das ein „Studio Musiker“ wie ich braucht und dass Gitarren zwar „nett“ aber nicht wirklich wichtig sind. Das war halt der „Zeitgeist“ damals. Das waren die 90er, „Gitarren Musik“ war populär, jeder Jugendliche wolle „Gitarren Gott“ werden und „Keyboard Musik“ das waren die 80er und damals irgendwie grad „out“.

Wirklich großartig für mich war, als ich dann 1995 doch angefangen habe Keyboard zu spielen, denn da stand mir plötzlich quasi die „ganze Welt der Musikinstrumente“ zur Verfügung. Über Synthesizer/Sampler konnte man mittlerweile schon so gut wie jedes Instrument auf dem Keyboard spielen und ich war vollauf begeistert, auch mal Piano, Streicher, Saxofon und unbekanntere World-Musik Instrumente in meine Songs einbauen zu können. Dieser technische Fortschritt hält bis heute an. Jedes Jahr kommen noch realistischer klingende, gesampelte Instrumente in Software-Form auf den Markt und man kann immer weniger erkennen, ob hier jemand Sound-Samples auf einem Keyboard spielt und oder ob er das jeweilige Instrument im Original spielt.

Ende 1996 hatte ich dann mein erstes Album "Cold Flame on Hot Ice" fertig. Veröffentlicht hab ich das anfänglich noch auf Audio-Kassette. Wobei "veröffentlicht" für mich damals bedeutete "selbst hergestellt und verschenkt". Zu einem nicht unwesentlichen Teil an Leute die es gar haben wollten.

Als ich dann begann meine Freunde, Verwandte und Bekannte damit zu quälen, jedem eine Kassette oder (selbst-gebrannte) CD von „Cold Flame on Hot Ice“ aufzudrängen, wurde ich mit der Zeit richtig gehend „allergisch“ auf einen ganz bestimmten Kommentar: "Da singt ja keiner!"

Mir wurde klar, dass ich mich bei Leuten in meinem damaligen Alter mit Instrumental-Musik „brausen gehen“ kann, denn die meisten in meinem Alter interessierten sich nur für Standard Pop- und Rock-Musik und hatten nicht das geringste Verständnis für dieses „seltsame Ding wo keiner singt“. Instrumentals waren für die meisten sowas wie „Alien Musik“.

Obwohl ich wusste, dass es unmöglich ist, wollte ich damals allen Ernstes Musik machen die bei „ALLEN" gut ankommt und so hab ich mich dann im Jahr drauf (1997) dann doch durchgerungen auf meinen Liedern auch zu singen. Nicht die aller beste Idee, die ich je hatte, um es mal „stark untertrieben auszurücken“.

Mein zweites Album, das ich dann in den Jahren 1997 bis 1999 aufgenommen habe, hab ich "Greatest Hits Vol. 53" genannt, damit's nach mehr klingt. Doch der „ausgeklügelte Album-Titel“ konnte nicht wirklich kaschieren, dass da einer sing, der eigentlich nie singen wollte und es irgendwie unüberhörbar IMMER NOCH NICHT WILL.

Als Sänger hatte ich dieses magische „Ich-will-eigentlich-gar-nicht-hier-sein Charisma“ in meiner Stimme und als „Tontechniker“ wusste ich das und bin mit meinen Bestrebungen meine „Lead Vocal“ so gut es geht beim Mix im Background zu verstecken ständig an die Grenze des machbaren gestoßen.

Rein technisch betrachtet, hab ich zu der Zeit ziemlich „aufgerüstet“. Ich hatte mittlerweile eine durchgehend digitale Aufnahmeausrüstung und im Spielen der Instrumente, komponieren und arrangieren hab ich mich auch deutlich verbessert. Aber ... naja ... was nützt’s, wenn ich dann jeden Song mit meiner Stimme „implodieren“ lasse?

Es war aber nicht nur die Stimme. Es waren auch meine TEXTE! Auch heute noch zieht’s mir noch alle Eingeweide zusammen, wenn ich mir vorstellen, dass ich die damals allen Ernstes "raus gelassen" habe. Das ging mir aber bereits ein Jahr später so. Bereits 1999 nervten mich meine (teilweise spät-pubertären) Texte und meine eigene Stimme dermaßen, dass ich von 7 der 8 Lieder eine Instrumental-Version gemacht habe und ... siehe da ... kaum war die Stimme (und damit auch die Texte) weg, hab ich sogar angefangen die Songs zu mögen.

Hier ist einer davon:

"Frostfire (Instrumental Version)" von 1999

Musik Greatesthits54 300Was ich damals wirklich gehasst habe, war das Schreiben von Liedertexten - vor allem für Balladen. Denn da wären die skurrilen Scherztexte, die ich für meine Filme oder sonstige Witz-Projekte immer geschrieben habe, ziemlich fehl am Platz gewesen. Plötzlich sollte ich was „seriöses und inhaltsvolles“ schreiben. Ausgerechnet ich, der sein Leben lang immer versucht hat, Texte in gesungenen Liedern möglichst zu ignorieren und nur auf die Musik zu achten. Mir ging es gewaltig auf den Keks, dass ich meine Songs mit Liedertexten auf irgendein seriöses Thema einschränken sollte und der Versuch diesen Zwang zu umgehen, war jedes Mal eine "Mammutaufgabe" für mich. Ich wollte einfach immer irgendwas finden, das gut zur Musik passt, sich gut singen lässt und irgendwie philosophisch klingt, aber auf Themen aller Art passt und nicht sonderlich viel aussagt. Mit anderen Worten "NICHTS sagen, aber das mit möglichst tollen Worten" und das auf Englisch. Puhhh ... Ich glaub in der Zeit, die ich gebraucht habe, um die Texte zu schreiben hätte ich auch einem Fisch Skifahren beibringen könnten ... im Sommer ... und indem ich ihm irgendwas in einem schrägen usbekischen Vorstadt-Dialekt vorlabbere.

Seitdem weiß ich, es gibt einfach Dinge im Leben, für die ich ganz sicher nicht geboren bin: Atomphysiker, Astronaut, Gehirnchirurg, Schispringer, Papst ... SONGTEXTER und SÄNGER!

Kurz vor der Jahrtausendwende hab ich es dann geschafft mein zweites Album mit den Instrumental-Versionen doch noch zu „retten“ und ich hab es umbenannt in „Greatest Hits Vol. 54“. Danach steuerte ich langsam auf eine kleine „Musik-Auszeit“ zu, die nur kurz durch ein einigermaßen bizarres Erlebnis unterbrochen wurde – mein erster (und wohl auch letzter) LIVE-AUFTRITT als „Musiker“ (soferne man das hier überhaupt so nennen kann):

Ich hab zwar immer gesagt, ich bin ein reiner Studio-Musiker und macht ganz sicher nie was live, aber mein alter Kumpel Bernhard Linder fand es eine gute Idee, dass ich und ein anderer alter Freund von ihm namens „Jockl“ bei einem seiner Konzerte beim letzten Song als „Gast Musiker“ auftreten und einfach nur mit ihnen zusammen „jammen“. Obwohl das nur ein kleines Konzert in einem Wiener Gasthaus war, hab ich gesagt, das einzige Instrument, das ich mich live überhaupt spielen trau sind die kleinen Bongos. Ich bin davon ausgegangen, dass ich hier damit durch komme, wenn ich einfach 5 Minuten lang auf den Dingern denselben Rhythmus halte, wie der Drummer der Band und dann wäre „dieser Kelch an mir vorüber gegangen“.

Aber denkste. Nachdem Bernhard uns beide angekündigt hat, legte zunächst Jockl ein längeres Gitarrensolo hin und dann zeigte er ganz auffällig zu mir rüber, so auf die Art „und jetzt übernimmt der George mit einem ganz großen Percussion Solo“. Doch ich hatte absolut keinen Plan wie ich mit diesen zwei kleinen Mini-Handtrommeln, nun ein IMOROVISIERTES SOLO hin legen sollte. Ganz kurz hab ich darüber nachgedacht, ob es ein Ausweg wäre, mich einfach tot zu stellen, aber dann hab ich mich doch für eine etwas weniger drastische Notlösung entschieden: Ich hab einfach derart leise auf die Bongos drauf gehaut, dass mich keiner gehört hat und hab damit sozusagen einen „technischen Defekt simuliert“. Wenige Augenblicke später, stand schon der Tontechniker vor mir und hat eine Weile lang versucht das Mikrofon immer noch näher zu mir her zu rücken, doch damit war er auf einer völlig „hoffnungslosen Mission“, denn ich hab konsequent darauf reagiert, in dem ich halt immer NOCH LEISER gespielt habe, bis er’s schließlich aufgegeben hat und die Gestern die er dann zur Band hin gemacht hat, bedeuteten wohl sowas wie: „Krieg's nicht hin. Mikrofon kaputt. Spielt ihr wieder was!“

Also falls mich wieder mal jemand zu einem Live-Auftritt überreden will. Sowas kann dabei raus kommen!

Soweit die etwas ausführlichere Beschreibung meiner musikalischen Anfänge. Das war praktisch alles noch im „letzten Jahrtausend“.

Und nun (jeder Marketing-Profi wird sich an den Kopf greifen) folgt in den letzten paar Zeilen meines „Lang-Portraits“ noch eine Ultra-Kurzbeschreibung meiner aktuellen Musik-Projekte (obwohl es ja eigentlich GENAU DIE wären, die ich hier „verkaufen“ sollte. Aber ich schreib halt viel lieber über Fehlschläge und witzige Anekdoten als über Dinge die mir gelungen sind):

Musik Skurillotunes 400Hollowine Singe Cover 500 mit Schatten

Ich arbeite seit längerem an meinem ersten OFFIZIELL veröffentlichten Album (Wenn man die beiden unveröffentlichten mitzählt, wäre es mein drittes). Es hat den Arbeitstitel „Skurillo Tunes“, auch wenn es dann ganz sicher anders heißen wird.

Zaluanda Single Cover 366pxl SchattenIm September 2019 hab ich mit meiner ersten offiziellen Veröffentlichung angefangen. Mein Halloween-Song „Hollowine“, ist inzwischen auf allen großen, digitalen Musikvertrieb- und Streaming-Plattformen (iTunes/Apple Music, Amazon, Google Play, Spotify, Deezer etc.) erhältlich.

Im Oktober 2019 folgte mein Song „Zaluanda“ - der Soundtrack zu meinem (ebenso neuen) Kurzfilm „Skurillo Tours 3“.

Und wenn alles nach Plan läuft (was bei mir selten der Fall ist) gibt’s ab Mitte 2020 ein paar weitere Veröffentlichungen im Bereich Musik und Musikvideo.

Ich danke für die Aufmerksamkeit!


George Wolf / Interfool
September 2019